In Zürcher Schulen nimmt die politische Schlagseite spürbar zu. Ob Klima, Gender oder Kolonialismus – es wird nicht mehr nur unterrichtet, sondern umerzogen. Die NZZ brachte es in einem der Artikel zum Thema auf den Punkt: «Eine Generation wächst heran, die lernen soll, politisch korrekt zu denken, statt kritisch zu hinterfragen».

In Zürich wird dieser Trend besonders eifrig umgesetzt, und es zeigt sich, wie schnell «gut gemeint» ideologisch wird.

Da gibt es Znünivorschriften, die nicht einmal Bananen erlauben, oder einen Genderleitfaden, der Lehrpersonen vorschreibt, konsequent «gendergerechte Sprache» zu verwenden und einzufordern und die gesamte Schulkultur nach «Genderaspekten» auszurichten. Viele Unterrichtsmaterialien haben eine ideologische Schlagseite.

Das Lehrmittel «Zürich und der Kolonialismus» vermittelt mehr Moral als Geschichte: Die Farbe Weiss wird darin als Synonym für «Unterdrücker» verwendet. Die Schülerinnen und Schüler sollen offenbar ein politisch motiviertes, konstruiertes Weltbild übernehmen. Im Lehrmittel «Querblicke» werden Autofahrer zu Karikaturen: Der «Liebhaber-Typ» liebt den «grimmigen Sound» seines Motors, der «Anerkennungs-Typ» will zeigen, dass er es «zu etwas gebracht hat». Das ist keine Bildung, das ist ideologisch geprägte Indoktrinierung.

Hinzu kommen politische Signale, die Schulen zum Kampagnenraum machen: Frauenstreik-Plakate in Schulhäusern, Klimastreik-Aufrufe über offizielle Kanäle oder ein vom Zürcher Stadtparlament überwiesener Vorstoss der Grünen, der verlangt, dass die städtischen Klimaziele verpflichtend im Unterricht behandelt werden sollte.

Wenn politische Programme Teil des Lehrplans werden, ist die Grenze zur Neutralität längst überschritten.

Schule soll bilden, nicht bekehren. Deshalb arbeiten wir mit einer überparteilichen Allianz an Lösungen zur Neutralität im Bildungsbereich, die drei Dinge garantieren sollen:

  1. Ein klares Verbot von partei- und aktivistischen Materialien im Schulbereich.
  2. Eine Überprüfung von Lehrmitteln auf Ausgewogenheit und Transparenz der Quellen.
  3. Die Wahrung der Meinungsfreiheit von Lehrpersonen und Eltern, ohne ideologischen Anpassungsdruck.

Kinder sollen lernen zu denken. Aber nicht, was sie zu denken haben. Nur eine politisch neutrale Schule sorgt für echte Vielfalt und Vertrauen in die Bildung.

Yasmine Bourgeois
Gemeinderätin FDP Stadt Zürich