Die kommunalen Wahlen 2026 rücken näher und mit ihnen die Stadtrats-, Parlaments- und Behördenwahlen in Illnau-Effretikon. Die politischen Ausgangslagen sind dabei alles andere als einfach. Unsere Stadt bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen den Zentren Zürich und Winterthur – geprägt von Urbanisierung, Pendlerströmen und sich wandelnden gesellschaftlichen Erwartungen. In diesem Umfeld liberal-bürgerliche Politik der FDP zu vertreten, verlangt Klarheit, Präsenz und Überzeugungsarbeit.

Hinzu kommt die besondere geografische Struktur der Gemeinde. Das Gemeindegebiet reicht vom Sennhof im Tösstal über Kyburg bis nach Fehraltorf im Kemptthal. Rund 20 Ortsteile, verteilt auf knapp 40 Quadratkilometer, bilden mit 18 039 Einwohnerinnen und Einwohnern eine Stadt, die ländliche und urbane Lebensrealitäten auf einzigartige Weise verbindet. Diese Verbindung erhält hier eine andere Dimension – politisch wie gesellschaftlich. Wer Politik für Illnau-Effretikon machen will, muss diese Vielfalt verstehen und ernst nehmen.

Der Wahlkampf lebt deshalb vom direkten Kontakt. Unterschriftensammlungen, Standaktionen und vor allem persönliche Gespräche sind zentrale Instrumente, um Vertrauen aufzubauen und Anliegen aufzunehmen. Entscheidend ist dabei die sichtbare Präsenz aller kandidierenden Personen der FDP.

Mit 36 Kandidierenden für das Parlament stellt die FDP ein breit abgestütztes Team. Unterschiedliche Altersgruppen, Wohnorte und Berufe sorgen für eine gute Durchmischung – Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich für die Stadt einzusetzen. Die FDP tritt zudem für alle Behördenämter mit eigenen Kandidierenden an. Eine zusätzliche Herausforderung besteht darin, den Sitz der Jungliberalen in die Reihen der FDP zu bringen. Gleichzeitig zeigt sich, dass es bei einem Frauenanteil von knapp einem Drittel nach wie vor nicht einfach ist, diese für vordere Listenplätze zu gewinnen – ein Thema, dem sich die Partei weiter stellen muss.

Eine zentrale Herausforderung bleibt es, mehr Listenstimmen für die FDP zu gewinnen. Sie entscheiden über Sitzgewinne, werden aber oft unterschätzt. Ein geschlossenes Auftreten, klare Botschaften und Mobilisierung sind deshalb entscheidend.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die FDP diese Herausforderungen mit Nähe, Engagement und Verständnis für die Stadt meistert.


Katharina Morf
Mitglied Stadtparlament Illnau-Effretikon
WaKo-Präsidentin FDP Illnau-Effretikon
FDP-Bezirksparteipräsidentin Bezirk Pfäffikon