Derzeit flammt die Debatte zur Grösse des Staates neu auf: Auf nationaler Ebene haben die Jungfreisinnigen vor wenigen Wochen die «Verwaltungsbremse» lanciert. Bereits zuvor hatte die FDP im Kanton Zürich mit der «Personalbremse » den Anstoss in dieselbe Richtung gegeben. Beide Anliegen eint eine zentrale Forderung: Der Staat darf nicht schneller wachsen als die Gesellschaft, die ihn trägt. Dafür müssen wir gemeinsam kämpfen. Doch wie gelingt uns das?


Mut zur Meinung

Was die Jungfreisinnigen stets besonders auszeichnet, ist ihr Mut zur klaren Meinung. Wir trauen uns etwas. Wir verstehen uns nicht bloss als Nachwuchs der FDP, sondern als eigenständige Impulsgeber. Pragmatismus und Kompromissbereitschaft sind Eigenschaften, die von vielen Politikern oft vorgebracht werden. Diese Eigenschaften sind wichtig, aber damit allein gewinnt man keine Wahlen. Kompromisse sind in der Demokratie unverzichtbar, aber sie dürfen nicht den Anfang einer Debatte darstellen. Bevor Brücken gebaut werden, müssen die inhaltlichen Pfeiler stehen. Ausgangspunkt muss immer die eigenständige, klar formulierte Position sein. Nur mit klaren Meinungen können wir die Leute für den Freisinn begeistern. Wir müssen uns, ob alt oder jung, zu unseren freiheitlichen Grundwerten bekennen.

Anpacken

Wenn der Wertekompass stimmt, gilt es, anzupacken. Und die Jungfreisinnigen scheuen sich nicht davor. Ein Beispiel dafür war der 1. Mai in Zürich: Während linke Aktivisten ihren Unmut gegen Grosskonzerne ausgerechnet an den Schaufenstern von KMU ausliessen und Fassaden besprayten, organisierten wir eine Aufräumaktion. Es war ein klares Bekenntnis zur wirtschaftlichen Realität in unserem Land: 99 Prozent der Firmen sind KMU. Sie bilden das Rückgrat unseres Wohlstands. Wer diese Unternehmen angreift, trifft die Schweiz im Kern. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass der Kanton Zürich ein attraktiver Standort bleibt, an dem die freiheitlichen Marktprinzipien nicht unterwandert und die freie Entfaltung von Ideen nicht im Keim erstickt wird.

Gleichzeitig ist klar: Wer Privateigentum schwächt, schwächt die Freiheit. Die jüngsten wohnpolitischen Initiativen von links, die den Wohnungsmarkt verstaatlichen wollen, gehen in eine gefährliche Richtung. Hier braucht es entschlossenen Widerstand.

Kommende Wahlen: Junge in den Rat

Mit Blick auf die kommenden kantonalen Wahlen verbinden die Jungfreisinnigen ihre inhaltlichen Anliegen mit einem klaren Appell an die Verantwortlichen in den Gemeinden und Bezirken: Für die Regierungsratswahl steht mit Andri Silberschmidt ein profilierter Jungfreisinniger für den Regierungsrat bereit. Doch es braucht insbesondere mehr junge Kandidierende auf den Kantonsratslisten. Unser Kanton braucht kluge, engagierte Köpfe, die Verantwortung übernehmen wollen. Wir haben sie. Geben Sie ihnen eine Chance.

Ein Blick in die Geschichte unterstreicht, wie viel möglich ist, wenn man jungen Kräften vertraut: Der Freisinnige Numa Droz wurde 1875 im Alter von nur 31 Jahren in den Bundesrat gewählt. In einem jungfreisinnigen Alter also. Er war kein Verwalter, sondern packte an: Droz reorganisierte die Bundesinstitutionen, setzte starke Akzente in der Aussenpolitik und schloss zahlreiche Abkommen ab, die den Handel ankurbelten.

Genau diesen Spirit brauchen wir heute: Mut zur Verantwortung und zur klaren Linie und den Willen, die Zukunft aktiv zu gestalten. Die Zukunft des Freisinns entscheidet sich daran, ob es gelingt, die nächste Generation einzubinden. Schenken Sie Ihren Kindern eine Mitgliedschaft bei den Jungfreisinnigen. Der Kanton Zürich wird es Ihnen danken.

Jetzt die Verwaltungsbremse- Initiative unterschreiben: https://www.verwaltungsbremse.ch/


Mikhail Shalaev
Präsident Jungfreisinnige Kanton Zürich



Die Jungfreisinnigen des Kantons Zürich sammeln fleissig Unterschriften auf den Strassen für die Verwaltungsbremse-Initiative. Mit einer Aktion am 1. Mai, bei der sie unter dem Motto «Debattieren statt demolieren» die Strassen säuberten, erhielten sie zudem mediale Aufmerksamkeit: https://www.20min.ch/story/1-mai-ticker-demos-und-krawallankuendigungen-das-laeuft-am-1-mai-103555845