Der Tag der Frau im Bundeshaus zum Thema «Frauen und künstliche Intelligenz» im März 2026 ist schon etwas her. Die Herausforderungen bleiben. Bundespräsident Guy Parmelin betonte: «KI kann ihr volles Potenzial nur entfalten, wenn es geschlechterdurchmischte Teams gibt. Frauen bringen andere Perspektiven ein. Frauen stellen andere Fragen.»

Die Probleme rund um unausgeglichene oder gar kriminelle Inhalte bei KI lösen wir nicht bis morgen. Aber wir können heute beginnen, das Potenzial von KI für Frauen zu verbessern und Lücken zu schliessen, indem wir online sichtbarer werden. Mit eigenen Beiträgen rund um Frauenthemen oder Interaktionen auf Kanälen der FDP Frauensektionen. Es braucht mehr Daten von Frauen und moderne Daten zur Gleichstellung. Sonst generiert KI ein gesellschaftspolitisch veraltetes Bild. Gleichzeitig sollte man vorsichtig sein, was man online teilt.

Ich gebe zu: Digital sichtbar zu sein, ist gewöhnungsbedürftig. Auch ich poste weniger, als ich mir vornehme. Aber ich versuche, mich immer wieder an den Internationalen Frauentag im Bundeshaus zu erinnern, und daran, dass es nicht reicht, selten aktiv zu sein. Manchmal kann ein einziger Repost in der Instagram-Story den Unterschied machen, z. B. zur nationalen Opferhilfenummer 142 bei häuslicher Gewalt, die seit dem 1. Mai 2026 schweizweit erreichbar ist.

Eigentlich ist es einfach: Sind wir nicht die, die gestalten wollen, statt nur zu konsumieren? Genau das können wir auch auf Online-Plattformen tun: Weniger scrollen, mehr Inhalt generieren.


Céline Büchel
Geschäftsführerin FDP Frauen Schweiz und Mitglied FDP Stadt Zürich, Kreis 3